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Es ist in der Wahrnehmung der Frankfurter Bürger fest verankert und wird als konfessionell gebundenes Krankenhaus als Alternative zum Großkrankenhaus akzeptiert. Die gewachsene medizinische Struktur des Lutherstiftes mit guter Vernetzung von stationären und ambulanten Bereichen, Altenpflege und betreutem Wohnen erweist sich als richtiges Konzept für die sich verändernde demographische Entwicklung der Bevölkerungsstruktur der Stadt Frankfurt (Oder).
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Die Analyse der gegenwärtigen betriebstechnologischen Funktionsabläufe
im Krankenhaus zeigt bauliche Defizite in der unübersichtlichen
Zugangssituation und Wegeführung in den Häusern, im fehlenden
zentralen Eingang sowie der Überlagerung verschiedenster Verkehrsströme
(Patienten, Besucher, Warenverkehr und Liegendanfahrt) an einer Stelle.
Flächendefizite im Funktionsbereich Untersuchung und Behandlung
(insbesondere Aufnahme und Notversorgung, Arztdienste, Funktionsdiagnostik,
Endoskopie, Prosektur, Ergotherapie) sowie im Funktionsbereich Pflege
erfordern eine Neuordnung und eventuelle flächenmäßige
Ergänzung der Nutzung. |
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| Anteil der Funktionsbereiche im Bestand |
Neben der ungünstigen höhenversetzten Zuordnung der Untersuchungs- und Behandlungsbereiche zur Pflege und der Überlastung des Aufzuges an dieser Nahtstelle erfordert die gegenwärtige unwirtschaftliche Stationsgröße bzw. Verteilung der 56 Betten über 3 Etagen, die mangelnde Ausstattung der Patientenzimmer (fehlende Sanitärzellen, fehlende Bewegungsflächen) und die mangelnde und unübersichtliche Anordnung der Räume innerhalb der Station eine komplette Neustrukturierung der Station. Fehlende Neben- und Abstellräume können so geschaffen werden, verschiedene "Inseln", also Außenstellen der Funktionsbereiche in anderen Häusern beseitigt werden.
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| Funktionsbereiche im Bestand |
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| Erste Entwurfsidee: Erweiterungsbau |
Innerhalb der Untersuchung zur Schaffung einer wirtschaftlichen und betriebstechnologisch- optimalen Pflegestation in der vorhandenen Bausubstanz musste in der Wettbewerbsarbeit erkannt werden, dass die vorhandene Baustruktur den technologischen Anforderungen einer wirtschaftlichen Stationsbetreibung entgegensteht. Der Einbau von Sanitärzellen und die Errichtung von 2- bzw. 3-Bettzimmern ist mit der Respektierung der vorhandenen Bausubstanz nicht möglich, so dass die fehlenden Funktionsbereiche der geriatischen Pflegestation in einem Erweiterungsbau angesiedelt werden müssen.
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| Funktionsbereiche nach der Neuordnung |
Der Standort Lutherstift kann als ambulantes Zentrum einschließlich
OP und Belegbetten zusätzlich zu den im Landesbettenplan genehmigten
geriatrischen Bereichen erhalten und entwickelt werden. Es gibt
Erweiterungsmöglichkeiten für Tagesbetreuung.
Die Erhaltung und der sensibler Umgang mit der denkmalgeschützten
Bausubstanz als auch der Erhalt des Grünbereiches an der nördlichen
Grundstücksseite ermöglichen dennoch einen bestmöglichen
Ausgleich der funktionalen und bautechnischen Defizite. Mit möglichst
hoher Auslastung der Bestandsfläche können Einsparung
von Investitions- und Betreibungskosten erzielt werden. Die Planuntersuchungen
haben gezeigt, dass Neubauten nur in unumgänglichen Größen,
Umzüge von Funktionsstellen nur in unumgänglichem Umfang
notwendig sind.
Mit der Anordnung der unmittelbar mit der Pflege verbundenen Bereiche
höhengleich mit den Pflegebereichen und mit der Nutzung der
höhenversetzten Bereiche für nicht unmittelbar mit der
Pflege verbundene Funktionen kann auf die vorhandenen Bausubstanz
eingegangen werden und gleichzeitig ein optimaler Betriebsablauf
eines Krankenhauses gewährleistet werden.
Mit der Trennung der Verkehrströme in den öffentlichen
und nichtöffentlichen Bereich, der Schaffung einer zweiten
Zufahrt, der Verbesserung der Lösung der Ver- und Entsorgung
und der Schaffung eines zentralen öffentlichen Eingangsbereiches
für stationäre und ambulante Patienten werden optimale
Erschließungsbedingungen und Funktionsabläufe im Krankenhaus
geschaffen.
Die Schaffung zweier optimierter wirtschaftlich zu betreibender
Pflegestationen unter Berücksichtigung der speziellen geriatrischen
Anforderungen stärken den Standort Lutherstift, gehen mit diesem
Krankenhausprofil auf die zukünftige demographische Bevölkerungsentwicklung
ein und bieten dennoch Entwicklungspotential. Die Möglichkeiten
einer Aufstockung des Neubaus und die der räumlichen Zusammenfassung
der Ambulanzen für niedergelassene Ärzte halten (planungsrechtlich
und konstruktiv) weitere Entwicklungsmöglichkeiten dieses Klein-Krankenhauses
offen
| Mitarbeit | |
Dipl.-Ing.
Architektin Elisabeth Gorn Dipl-Ing. (FH) Bernd Rußmann Daniela Hartmann |
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