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Die Aufgabe
Das Amt Britz-Chorin beabsichtigt, in der Gemeinde Britz ein neues
Verwaltungsgebäude für das Amt Britz-Chorin im Birkenweg
zu bauen.
Zweck des Wettbewerbs war es, alternative Lösungen für die
Planung des Gebäudes unter Berücksichtigung des räumlichen
Programms zu erhalten, die den unterschiedlichen Anforderungen, insbesondere
der städtebaulichen Einordnung, der architektonischen und funktionellen
Gestaltung, der Freiraumgestaltung in Bezug auf bau- und bewirtschaftungkosten
gerecht werden.
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Die Lage
Der Standort liegt in einem städtebaulichen Spannungsfeld zwischen
Industriegebiet auf der südlichen und östlichen Seite und
einem gartenseitig anschließenden Typus des Straßendorfes
auf der Westseite. Die verkehrstechnische Erschließung erfolgt
von der Eberswalder Straße aus über den Birkenweg. Ausreichend
überdachte PKW- Stellplätze sind auf dem ehemaligen, jetzt
ungenutzten Parkplatz der Eisengießerei vorhanden. Ergänzend
werden 10 Stellplätze
(davon 2 Behinderten-Stellplätze) auf dem Grundstück hergestellt.
Die Anfahrt mit dem Fahrrad wird durch das Angebot von überdachten
Abstellplätzen gefördert.
Der Entwurf nutzt die Lage der vorhandenen Gebäude und
Straßenführungen, um Räume zu definieren.
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| Lageplan |
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| Blick auf den Komplex |
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Städtebauliches Konzept
Der vorliegende Entwurf geht von der Aufnahme der anliegenden Straßenachsen
in den Baukörper aus und möchte jeweils einen Endpunkt für
den Straßenraum bilden. Dadurch entstehen verschiedene abgeschlossene
Räume, die das derzeitige Fehlen von Raumkanten und Raumbezügen
kompensieren.
Der Baukörper steht im Kontext zum prägenden Werksgebäude
der ehemaligen Eisengießerei und bildet dazu einen Gegenpol.
Zur Kleinteiligkeit der anschließenden Wohnbebauung wird eine
klare Raumkante gesetzt. Zwischen den Gärten und der neuen Amtsverwaltung
entsteht eine trennende Grünzone. Das bestehende Großgrün
wird erhalten und in das Konzept der Außenanlagen integriert.
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Entwurf
Das Gebäude besitzt zwei Vollgeschosse mit Teilunterkellerung.
Es gliedert sich in drei Baukörper - zwei Verwaltungsflügel
im Winkel von 90° und den dazwischen gelagerten Parlamentarischen
Bereich.
Als verbindendes Element der drei Bauteile und den verschiedenen Geschossebenen
erweist sich das verglaste ,,Atrium'' mit dem eingelagerten Treppenraum.
Das Foyer dient neben der Haupterschließung und dem Empfang
auch als Saalerweiterung (flexible Wände zum Saal). Mit der Treppe
erfolgt eine Gliederung in dynamische Verkehrsflächen und Aufenthaltsflächen.
Die Typologie schafft eine vorteilhafte Lichtführung ins innere
des Gebäudes, wodurch ein großzügiger, freundlicher
Raumeindruck entsteht.
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| Grundriss Erdgeschoss |
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| Schnitt |
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Entwurf II
Die Verwaltungsflügel in Form von Mittelganghäusern mit
zwischengelagerten Lichtzonen ermöglichen eine vorteilhaft leichte
Orientierung und außerdem eine effiziente Flächennutzung.
Hingegen ist die Gestaltung des parlamentarischen Bereiches in Kombination
mit dem Atrium und dem Foyer bewusst großzügig ausgelegt,
um der öffentlichen Funktion und den Versammlungen der Bürger
des Amtes einen angemessenen räumlichen Rahmen zu bieten.
Die Höhenstaffelung, durch die auch für Arbeitsplätze
genutzte Teilunterkellerung, erfolgt im Gebäude und wird zur
Gliederung des Foyers genutzt.
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Material und Konstruktion I
Bei der Wahl der Konstruktion und des für die Konstruktion geeigneten
Materials, wurden Vorbilder der reichen Baukultur und der abwechslungsreichen
Landschaft des Amts- Territoriums in interpretierter, assoziativer
Form angewandt.
So wird die Konstruktion hauptsächlich aus den Elementen Ziegel,
Glas und Stahl bestehen, denn diese drei Materialien bestimmen auch
die Bauformen der bedeutendsten Baudenkmale im Amtsgebiet - Kloster
Chorin und das Schiffshebewerk in Niederfinow.
Die Verwendung dieser traditionellen Materialien erfolgt in zeitgemäßen,
modernen Konstruktionen.
Die Hauptfassaden bestehen aus hinterlüfteten Ziegelvorhangfassaden,
die Tragschale ist aus wärme- und schalldämmenden Mauerwerk.
Die Flächenverglasungen werden als wärmegedämmte
Aluminium- Glas Fassaden hergestellt. Für die Satteldächer
ist eine Titan-Zink Bekleidung vorgesehen.
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Material und Konstruktion II
Als besonderes Element ist das wellenförmige, begrünte Dach
des Bürgersaales zu betrachten. Im Kontext mit vom Saal aus sichtbaren
Brettschichtbindern soll sie die den Charakter der Moränenlandschaft
und des reichen Waldbestandes der Schorfheide für die Bauaufgabe
artikulieren.
Das Farbkonzept geht von drei Grundfarben aus, die sich durch die
Gestaltung des gesamten Gebäudes ziehen.
Das sind die Farben apricot, grau und blau. Mit der apricot- Farbe
der Ziegelfassaden und dem komplementären Blau der betonten
Bauglieder auf dem neutralen Grau der Putzflächen entsteht
ein reizvolles Farbspiel, welches sich im Innenbereich fortsetzt.
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| Mitarbeit
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Dipl.-Ing.
Architektin Elisabeth Gorn
Dipl.-Ing. Architekt Jörg Minack
Dipl.-Ing. Architekt Jens Pattke
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a i b - ARCHITEKTUR- UND INGENIEURBÜRO GMBH
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