Die Aufgabe

Gemeinsam mit der Stadt Bad Freienwalde, dem Landkreis und Investoren wurden Möglichkeiten der sinnvollen Nutzung der Konversionsliegenschaften in der Oderstadt erörtert. Für die ehemaligen Mannschaftsunterkünfte auf dem Gelände der „Waldstadt“ Bad Freienwalde sollte durch die Architektur- und Ingenieurbüro GmbH eine Konzeption für den Umbau der Mittelganghäuser zu Wohnungen erarbeitet werden.

Die Historie

Die Anlage wurde in den Jahren 1934 bis 1936 für die Wehrmacht errichtet. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wurde sie durch ein Panzerregiment der sowjetischen Roten Armee genutzt. Mit dem Truppenabzug der alliierten Westgruppe der GUS-Streitkräfte 1992 erfolgte auch die Räumung des Objektes.

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Wichtige Prämisse für den Begriff Waldstadt war, dass die regelmäßige, hofartige Anlage der ehemaligen Mannschaftsunterkünfte, umgeben von einem wertvollen hohen Baumbestand, erhalten werden konnte. Sieben dieser Mittelganghäuser wurden zu einer Wohnanlage mit 235 Sozialwohnungen umgestaltet.

Das Sozialkonzept

Erhebungen zum Bedarf der Stadt Bad Freienwalde und der näheren Umgebung folgend, wurden Wohnungen in unterschiedlicher Größe geschaffen. Das Spektrum reicht von 1 1/2-Zimmer-Wohnungen für Singles, über 2-Zimmer-Wohnungen vornehmlich für Seniorenpaare, bis zu 3- und 4-Zimmer-Wohnungen für größere Familien.

Die Lösung

Unter Berücksichtigung der vorhandenen Baustruktur entstanden großzügige Lösungen für die Treppenhäuser, Flure und Wohnungen. Jede Wohnung hat ihre eigene Grundrisslösung und Einzigartigkeit. Eine besondere Attraktion sind die Maisonettewohnungen im Dachgeschoß. Jedes Haus erhielt eine Dachheizzentrale zur Wärme- und Warmwasserversorgung. An den Längsseiten der Häuser wurden für die Wohnungsnutzung und zur Belebung des äußeren Erscheinungsbildes Balkone angebaut. Die Freiflächen wurden für die Wohnanlage komplett umgestaltet. Es entstanden Parkplätze, Grünflächen mit Sitzgelegenheiten und ein großer Spielplatz.

Schlußbemerkung

Die Planung der Umnutzung der Mannschaftsquartiere zu Wohngebäuden tangierend erarbeitete das Büro auch an Nutzungskonzepten und am Bebauungsplan für das anschließende Gelände des ehemaligen Exerzierplatzes und der Panzergaragen. Der genehmigte Bebauungsplan für das Gelände liegt seit Oktober 2000 vor.
Nun befindet sich das Projekt in der Entwurfs- und Vermarktungsphase. Erste Entwürfe für eine Bebauung des Geländes mit Reihenhäusern, Doppelhaushälften und Einfamilienhäusern wurden durch aib erarbeitet.


Leistungen:

Vorbereitende Unrersuchungen
Entwurfsplanung
Tragwerksplanung
Planung Technische Ausrüstung
Planung Außenanlage

Bauherr:
1. – 3. Grundbesitz GbR
Grundbesitzverwaltungs GmbH

Planungsbeginn:
1995 – 1997

Fertigstellung:
1998

Baukosten:
17,38 Mio. Euro / (34,0 Mio. DM)

Funktion:
Wohnanlage mit 235 Wohneinheiten, Freiflächen mit Parkplätzen, Grünanlagen und Spielplatz